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17.02.11

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Mit diesem Konzept möchte ich allen Interessierten einen kleinen Einblick in meine Arbeit verschaffen.

1. Rahmenbedingungen

Die Tagespflegestelle befindet sich in unserer Wohnung, in der Achtermannstr. 43.

Zu meiner Familie gehören mein Ehemann Wolfgang und meine 3 Kinder, Claas (1980), Mareike (1983) und Athleen (1992). Mein Kinder bewohnen eine eigene Wohnung.

Ich habe den Beruf einer Kindergärtnerin erlernt und hatte immer noch einmal den Wunsch und Lust in aller Ruhe und individuell mit Kindern zu arbeiten.

Seit September 1994 bin ich Tagesmutter. Ich betreue die Kinder über das Bezirksamt Pankow. Im Oktober 1998 habe ich die Anerkennung als Tagesgroßpflegestelle erhalten. Die Arbeit macht mir viel Spaß und ich versuche in unseren Alltag viel Abwechslung und kleine Erlebnisse zu bringen.

Ich habe mich auf eine vollwertige Ernährung der Kinder spezialisiert. Überwiegend werden die Nahrungsmittel aus kontrolliert biologischem Anbau verwandt.

In dieser Tagespflegestelle können bis zu 6 Kinder, vorzugsweise 5 Kinder, über das Bezirksamt Berlin Pankow betreut werden. Es besteht die Möglichkeit ein Kind mit Behinderung zu integrieren. Die Kinder können im Alter von 0 - 5 Jahren  in dieser Tagespflegestelle betreut werden.

Die Betreuungszeiten werden für jedes Kind einzeln verbindlich festgelegt. Zur Orientierung die Kernzeiten: Mo -Fr von 7.30 - 15.30 Uhr. Andere Betreuungszeiten sind möglich, bedürfen aber einer vorherigen Absprache. Mein Urlaub wird zu Beginn eines Kalenderjahres festgelegt und allen Eltern rechtzeitig mitgeteilt. In der Urlaubszeit werden von mir keine Kinder betreut. Auch während plötzlicher Erkrankung (von mir) ist eine Betreuung in meiner Pflegestelle nicht möglich. Bei dringendem Ersatzbedarf wird mit Hilfe des Bezirksamtes nach einer Notlösung gesucht.

Bei ansteckender Erkrankung des Kindes ist ebenfalls keine Betreuung in der Tagespflege möglich.

2. Räumlichkeiten

Für die Betreuung der Kinder stehen das Kinderzimmer, Küche, Bad, Flur und nach Bedarf auch die weiteren Räume der Wohnung zur Verfügung.

Das Kinderzimmer ist ca. 30qm groß, mit einem ca. 70cm hohen Podest und einer Hochetage mit Rutsche, Kletterturm (freihängend) und einem Steuerrad ausgestattet. Auf der Hochetage befinden sich Kissen zum Kuscheln oder Spielen. Unter der Hochetage befindet sich die "Kinderwohnung", wo Puppeneltern alles finden können, was man so zum Spielen benötigt. Unter der Rutsche befindet sich ein Korb mit verschiedensten Bällen (Filz, Gummi,....) Gegenüber dem Podest ist ein Spielzeugregal mit Autos und Tieren, aus verschiedenen Materialien; Büchern; Steckpyramiden und vielem mehr. Davor ist viel Platz zum Bauen. Die verschiedensten Materialien regen hierzu an. Auf dem Podest kann man ebenfalls spielen und bauen. Bei Altersmischung können z.B. größere Kinder ungestört oben bauen, während unten die Kleinen krabbeln und spielen können. Zwischen Spielzeugregal und Hochetage kann je nach Bedürfnis der Kinder eine Hängematte gespannt werden.

Der Flur bietet Platz für die Kindergarderobe. Es gibt für jedes Kind ein Garderobenhaken und kleines Fach, wo Windeln, Wechselwäsche u. a. persönliche Utensilien deponiert werden können.

Im Bad haben die Kinder die Möglichkeit auf den Topf bzw. die Toilette zu gehen, sich die Hände zu waschen und auch die Zähne zu putzen.

In der Küche nehmen wir das Mittagessen ein. Jedes Kind hat seinem Alter entsprechend einen Platz (Hochstühle, Bank). Wir nehmen die Mahlzeiten zu festen Zeiten - entsprechend der Altersmischung - möglichst gemeinsam ein.

Die anderen Mahlzeiten (Obst und Vesper) nehmen wir im Kinderzimmer am Kindertisch ein. Hier ist auch der Ort, wo mit Farbe gemalt wird, geknetet , gematscht, gebastelt und gewerkelt wird.

In einem weiteren Raum der Wohnung, unserem Babyzimmer, befindet sich ein DoppelstockBabybett. Hier haben Kinder, deren Tagesrhythmus von unserem allgemeinen Tagesablauf noch abweicht, die Möglichkeit ungestört zu schlafen - aber auch, wenn die anderen Kinder Mittagsruhe haben, zu spielen. In diesem Zimmer kann nach Bedarf ein großes flexibles Krabbelgitter aufgestellt werden. Für die größeren Kinder kann hier ein Trampolin aufgestellt werden - dies ist besonders für Tage gedacht, an denen die Bewegung im Freien wetterabhängig nicht optimal sein kann.

3. Pädagogische Arbeit

Die Kinder, die in meiner Tagespflegestelle betreut werden, sollen die Möglichkeit erhalten, sich individuell, nach ihrem Wesen zu entwickeln. Sie erhalten bei mir die Möglichkeit ihre Umwelt und ihren Spielbereich mit allen Sinnen zu entdecken.

Durch eine sorgfältige Eingewöhnung der Kinder in die Kindergruppe werden beste Voraussetzungen geschaffen ihre neuen Wirkungskreise offen aufzunehmen und erste soziale Kontakte mit anderen Kindern zu knüpfen.

Der regelmäßige Tagesablauf (bedingt durch das Alter des jeweiligen Kindes unterschiedlich) bietet den Kindern festen Halt, sie lernen schnell sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden.

Tagesablauf:

             7.00   Kochen

        bis 9.00   Spielen, alle Kinder treffen bis 9.00 Uhr ein

          anschl.  Kreis- oder Bewegungsspiel

             9.15    Malen, Basteln, Kneten, Singen, Musizieren

             9.30    Obstfrühstück

 10.00 - 11.00    Aufenthalt im Freien

            11.30    Mittagessen, Zähneputzen

            12.00    Mittagsschlaf

            14.00    Aufstehzeit

            14.30    Vesper

            15.00    Spiel bis zum Abholen

Das körperliche und seelische Wohlbefinden der Kinder steht bei meiner Arbeit im Vordergrund, um ihnen eine gute Ausgangsposition für ihre allseitige Entwicklung zu schaffen.

Die Kinder werden regelmäßig gewickelt. Für die ganz Kleinen gibt es im Kinderzimmer einen Klappwickeltisch. Die etwas älteren Kinder werden vor dem Bad auf einer Wickelunterlage gewickelt. Größere Kinder erhalten die Möglichkeit auf den Topf bzw. die Toilette zu gehen. Sie können sich die Hände in einem Kinderwaschbecken waschen und putzen regelmäßig nach dem Mittagessen ihre Zähne.

Signale für Bewegungs- und Ruhebedürfnisse, Bedürfnisse nach Zärtlichkeit werden von mir wahrgenommen und beachtet.

Die verschiedenen Arten der Spiele helfen den Kindern ihr Bedürfnis nach Kontakt zu anderen Kinder zu befriedigen. Die Kinder haben Freude an ihrem Tun und erwerben dadurch immer neue Fähigkeiten, die ihnen auch in anderen Lebensbereichen mehr Sicherheit bieten. Jedes Spiel regt die Phantasie der Kinder an und ermuntert sie in zunehmendem Maße sich untereinander zu verständigen und in Beziehungen zu treten. Die Anwendung von Sprache bildet hier eine maßgebliche Rolle.

Bewegungsspiele, die in verschiedenster Weise im Tag eingesetzt werden, dienen unter anderem dem Wechsel von Ruhe und Bewegung. Die Kinder befriedigen hierbei ihr Bedürfnis nach Bewegung und nach dem Zusammenspiel mit anderen Kindern.

Die Kinder erhalten die Möglichkeit Drinnen und Draußen zu spielen. Durch den Umgang mit verschiedensten Spielmaterialien sammeln die Kinder Erfahrungen im Umgang mit diesen. Sie haben Spaß am Entdecken Ihrer Umwelt.

Ich bin bemüht, wirklich täglich, bei jedem Wetter mit den Kindern ins Freie  zu gehen. Je nach Wetter und Bedürfnissen gehen wir spazieren, auf Spielplätze oder Wiesen. In unmittelbarer Umgebung befindet sich der Schlosspark, der bei jedem Wetter etwas zu bieten hat. Wir können hier Eichhörnchen, Vögel, Enten beobachten, Kastanien sammeln oder rodeln. Auch über die Wiese strolchen macht riesig Spaß. Unser Innenhof ist parkähnlich ausgestattet. Die Kinder können hier im Sandkasten spielen, mit Fahrzeugen (Laufrad, Bobbycar u.a.) fahren, auf den Schaukeln schaukeln, klettern, springen, rutschen, auf der Wiese tollen. Es gibt so fast jede Möglichkeit des Spiels im Freien.

Die Unterstützung der körperlichen Entwicklung liegt mir besonders am Herzen. Uns steht ein Ballbecken zur Verfügung, dass im ehenmaligen Zimmer unserer jüngsten Tochter seinen Platz hat. Dort können die Kinder Im Ballbecken toben. Jeden Freitag turnen wir in unseren Räumlichkeiten. Die Kinder erhalten durch viel Bewegung die Möglichkeit ein gutes  Körpergefühl zu entwickeln. Hier wird das Selbstvertrauen der Kinder gefördert, sie lernen Rücksicht auf andere Kinder zu nehmen und erlernen neue Bewegungsfertigkeiten. Es werden in ersten Ansätzen Mut und Ausdauer entwickelt ( z.B. bei Überwindung von Hindernissen). Durch die Entwicklung der körperlichen Fähigkeiten können die Kinder ebenfalls ihren Handlungsspielraum erweitern.

Die sprachliche Entwicklung der Kinder wird von mir vielfältig unterstützt. Ich bin bemüht mit den Kindern deutlich zu sprechen und klare, verständliche Anforderungen an die Kinder zu stellen. Im Alltag betrachten wir Bücher (vorlesen oder erzählen); spielen Spiele, in denen die sprachliche Kommunikation gefördert wird (z.B. Bilderlotto), sprechen und spielen Fingerspiele und Reime. Hier kann sich die Sprache besonders gut im Zusammenhang mit  Bewegung entwickeln. Aber auch Kreis- und Bewegungsspiele tragen erheblich zur sprachlichen Entwicklung bei. Ich bin den Kindern ein guter Zuhörer und bin bemüht ihren "Wissensdurst zu stillen".

Die Kinder können Musik auf verschiedene Weisen erleben. Ich singe viel und gerne mit den Kindern. Wir bewegen uns zu Musik, musizieren auf verschiedenen Instrumenten (u.a. Rasseln, Klanghölzer, Triangel, Xylophon, kleine Trommeln). Ich spiele Gitarre und Flöte. Regelmäßig finden gelenkte musikalische Aktivitäten statt.

Trotz des regelmäßigen Tagesablaufes wird es nicht langweilig. So nutzen wir jede Gelegenheit um Feste zu feiern: Kindergeburtstage, Fasching, Kindertag, Ostern, Nikolaus, Martinstag, Sommerfest. Sehr gern besuchen wir auch das Puppentheater, den Tierpark/Zoo, und die Bauernhöfe Pinke Panke und Lübars.

4. Integration von Kindern mit Behinderung

In dieser Tagespflegestelle besteht die Möglichkeit der Integration eines Kindes mit Behinderung in die Kindergruppe. In meinem Grundverständnis gehe ich davon aus, dass jedes Kind eine individuelle Persönlichkeit ist und seine Entwicklung von Außen beeinflusst werden kann.

Durch die familiäre Betreuung in der Tagespflege bietet sich die Möglichkeit individuelle Bedürfnisse besonders zu berücksichtigen. Die Kinder gehen ganz unbefangen miteinander um und zeigen ihr Interesse an jedem Kind in der Gruppe. Für alle Kinder bietet die integrative Erziehung mehr Anregungen und Lernmöglichkeiten und sie erwerben soziale Fähigkeiten. Das Zusammensein in der Tagespflege ist für die Kinder die Chance sich frühzeitig und spielerisch mit dem Anderssein von Kindern auseinanderzusetzen. Durch das Kennenlernen von eigenen Stärken und Schwächen in der Begegnung mit anderen Kindern wird ihre Identitätsfindung begünstigt.

5. Zusammenarbeit mit den Eltern

Ich führe Elternabende zu verschiedenen Themen bzw. aktuellen Anlässen durch.

In persönlichen Gesprächen (Einzelgespräche, Telefonate) können Dinge besprochen werden, die die Entwicklung des Kindes betreffen oder organisatorische Absprachen (Veränderungen der Betreuungszeiten, u. v. m.) getroffen werden.

Nach jeder Eingewöhnungszeit (wenn das Kind bei uns "angekommen" ist) mache ich einen Hausbesuch. Ich interessiere mich für das Zuhause der Kinder, um noch individueller auf jedes Kind eingehen zu können. Gleichzeitig gibt es ein Feedback über die bereits vergangene Zeit. Mir ist es wichtig die  Eindrücke, Gefühle und Stimmungen  der Eltern  während der Eingewöhnungsphase zu erfahren (natürlich bin ich während der gesamten Zeit offen für Anregungen und Hinweise).

Ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Tagesmutter sorgt dafür, dass sich das Kind in der Tagespflegestelle sicher fühlt.

Einmal während der gesamten Betreuungszeit in der Tagespflegestelle besteht die Möglichkeit an einer gemeinsamen Wochenendfahrt teilzunehmen. Alle Familienmitglieder sind hierzu herzlich eingeladen. Für die Kinder ist diese Fahrt ein beeindruckendes Erlebnis. Alle haben die Möglichkeit sich noch besser kennen zu lernen und eine ereignisreiche Zeit zu verbringen.

6. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Mit der Tagespflegestelle von Gabi Erber haben wir regelmäßig Kontakt. Wir treffen uns in losen Abständen zum Spielen und Toben. Andere Aktivitäten werden ebenfalls gemeinsam geplant (z.B. Wochenendfahrt, Weihnachtsfrühstück o.ä.). Für die Kinder entsteht hier eine weitere Möglichkeit mit anderen Kindern Kontakte aufzunehmen. Sie erfahren, dass es Spaß macht mit anderen Kindern zu spielen und lernen die Unterschiedlichkeiten zu akzeptieren.

Die Tagesmütter der Interessengruppe Pankow planen gemeinsame Aktivitäten mit den Kindern (Kindertag, Martinsumzug). Bei diesen gemeinsamen Erlebnissen werden die Kontakte zu anderen Tamü und deren Tageskindern gefestigt. Die Kinder kennen im Falle einer notwendigen Vertretung Kinder und Tagesmütter.

 

Für mich ist es wichtig: dass sich die Kinder geborgen fühlen, die Möglichkeit haben sich allseitig zu entwickeln und sie in mir einen zuverlässigen Partner sehen können. Ich möchte durch meine Arbeit ein Stück zur Selbständigkeitsentwicklung  der Kinder beitragen. Alle Schritte ihrer Entwicklung werden von mir intensiv wahrgenommen. Mir macht es Spaß mich immer wieder auf neue kleine Menschen einzulassen und mich mit ihnen zu arrangieren!

 

 

 

     

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Stand: 17.02.11